Kostenmodelle 2026

Was kostet eine Schulfotografie-Software?

Die Monatsgebühr ist selten der größte Posten. Entscheidend ist, ob ein Anbieter zusätzlich einen Prozentsatz Ihrer Marge einbehält — und worauf er ihn berechnet.

Kurze Antwort

Im deutschsprachigen Markt liegen die Grundgebühren für Einsteigertarife zwischen 0 € und rund 17 € im Monat; die Spitzentarife reichen bis etwa 100 €. Diese Zahl allein sagt aber wenig aus. Viele Anbieter rechnen zusätzlich zwischen 4,9 % und 17,5 % auf Ihre Verkäufe ab. Bei 1.000 € Marge im Monat sind 12 % rund 120 € — mehr als jede Grundgebühr im Markt. Wer Kosten vergleicht, muss deshalb beide Posten zusammen rechnen und wissen, worauf der Prozentsatz erhoben wird.

Die drei Abrechnungsmodelle

Jeder Anbieter benutzt eines dieser drei Modelle

Modell 01

Provision auf Ihre Verkäufe

Niedrige oder gar keine Grundgebühr, dafür ein Prozentsatz pro Bestellung. Üblich sind 4,9 % bis 17,5 %; der Satz sinkt meist mit dem gewählten Tarif.

+
Wer wenig oder unregelmäßig verkauft: In umsatzschwachen Monaten zahlen Sie fast nichts.
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Der Satz wächst mit Ihrem Erfolg mit. Prüfen Sie außerdem die Bezugsgröße — Umsatz und Marge sind zwei sehr verschiedene Zahlen.
Modell 02

Feste Monatsgebühr, 0 % Provision

Ein fester Betrag pro Monat oder Jahr, unabhängig davon, wie viel Sie verkaufen. Die Zahlungen laufen in der Regel über Ihr eigenes Konto beim Zahlungsanbieter.

+
Wer planbar verkauft und wachsen will: Die Kosten bleiben gleich, während der Umsatz steigt.
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In einem schwachen Monat zahlen Sie trotzdem. Achten Sie auf den enthaltenen Speicher und auf den Preis für zusätzlichen Speicher.
Modell 03

Feste Gebühr pro Bestellung

Ein kleiner Betrag je Bestellung, oft kombiniert mit 0 % auf physische Produkte und einem Prozentsatz auf digitale Dateien.

+
Wer wenige, große Bestellungen hat: Der Betrag pro Bestellung fällt bei hohem Bestellwert kaum ins Gewicht.
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Schulfotografie erzeugt typischerweise viele kleine Bestellungen. 1 € pro Bestellung sind bei 500 Familien 500 € — unabhängig davon, wie hoch die einzelne Bestellung ausfällt.

Umschlagpunkt

Ab welcher Marge lohnt sich welches Modell?

Die Rechnung ist einfacher, als sie aussieht. Ein Festpreismodell ist genau dann günstiger, wenn die Provision, die Sie sonst zahlen würden, größer ist als die Monatsgebühr. Sie brauchen dafür nur eine Zahl: Ihre durchschnittliche Marge pro Monat.

Monatsgebühr ÷ Provisionssatz = Marge, ab der das Festpreismodell günstiger ist

  • Umschlagpunkt: ab rund €143 Marge im Monat ist die feste Gebühr günstiger als 7% Provision.
  • Umschlagpunkt: ab rund €100 Marge im Monat ist die feste Gebühr günstiger als 10% Provision.
  • Umschlagpunkt: ab rund €77 Marge im Monat ist die feste Gebühr günstiger als 13% Provision.

Was bei € 9,99 Monatsgebühr und 0 % Provision von Ihrer Marge an den Anbieter geht — verglichen mit drei im Markt üblichen Provisionssätzen:

Marge im MonatFeste Gebühr7%10%13%Günstiger
€100€9.99€7.00€10.00€13.007%
€250€9.99€17.50€25.00€32.50Feste Gebühr
€500€9.99€35.00€50.00€65.00Feste Gebühr
€1,000€9.99€70.00€100.00€130.00Feste Gebühr
€2,000€9.99€140.00€200.00€260.00Feste Gebühr
€5,000€9.99€350.00€500.00€650.00Feste Gebühr

Die Provisionsspalten setzen voraus, dass der Satz auf die Marge berechnet wird und keine Grundgebühr dazukommt. Wird er auf den Umsatz berechnet oder kommt eine Grundgebühr hinzu, verschiebt sich der Umschlagpunkt weiter nach unten. Zahlungsgebühren sind in keiner Spalte enthalten.

Was in der Rechnung oft fehlt

Sechs Posten, die den Vergleich kippen können

  1. 01

    Umsatz oder Marge

    12 % auf den Umsatz und 12 % auf die Marge sind völlig verschiedene Beträge. Verkaufen Sie einen Abzug für 15 € bei 5 € Laborkosten, ist die Marge 10 €: 12 % sind entweder 1,80 € oder 1,20 €. Manche Anbieter schreiben die Bezugsgröße klar hin, andere nicht — fragen Sie nach.

  2. 02

    Zahlungsgebühren

    Manche Anbieter übernehmen die Kosten von Kreditkarte, PayPal und Co., andere stellen sie zusätzlich in Rechnung. Ein Satz wie „zzgl. 2,25 % Zahlungsgebühr" verschiebt den Vergleich spürbar.

  3. 03

    Netto oder brutto

    Fast alle Anbieter im Markt weisen ihre Preise „zzgl. MwSt." aus. Wer eine Nettoangabe mit einer Bruttoangabe vergleicht, rechnet sich um bis zu 19 % in die Irre.

  4. 04

    Speicher und Überschreitung

    Rohdaten eines Fototags sind schnell zweistellig in Gigabyte. Prüfen Sie, wie viel Speicher im Tarif enthalten ist und was jedes weitere Gigabyte kostet.

  5. 05

    Mindestlaufzeit

    Schulfotografie ist saisonal. Ein Tarif mit zwölf Monaten Mindestlaufzeit kostet Sie auch in den Monaten, in denen Sie nicht fotografieren.

  6. 06

    Eigene Domain und Whitelabel

    Bei manchen Anbietern ist der Auftritt unter Ihrem eigenen Namen im Preis enthalten, bei anderen ein monatlicher Aufpreis oder erst ab einem höheren Tarif verfügbar.

Veröffentlichte Konditionen

Was die Anbieter selbst angeben

Einstiegstarife, wie sie am Prüftag auf der Preisseite des jeweiligen Anbieters standen. Keine Wertung, keine Empfehlung — nur die veröffentlichten Angaben mit Quelle und Datum.

AnbieterGrundgebühr (Einstieg)Variable GebührSpeicher im EinstiegstarifQuelle
Pixalo€ 9,990 %10 GBPixalo-Preise
fotograf.de / GotPhoto9,90 €*11,75 % + 2,25 %10 GBfotograf.de/preise
Pictrs11,90 €*13 % / 15,5 %100 GBpictrs.com/preise
Portraitbox16,90 €*0 %1 GBportraitbox.com/preise
Portrait-Service0 €10 %portrait-service.com/tarife
scrappbook14,50 €*4,9 % / 0 % + 1 €scrappbook.de/preise

* Angaben der Anbieter, geprüft am 09/18/2026. Wo der Anbieter „zzgl. MwSt." ausweist, ist das in der Spalte vermerkt. Preise und Gebühren können sich jederzeit ändern; maßgeblich ist immer die Preisseite des Anbieters.

Rechenbeispiel

Eine Schule, 400 Kinder — was die Modelle kosten

Angenommen, Sie fotografieren eine Schule mit 400 Kindern, 60 % der Familien bestellen, der durchschnittliche Bestellwert liegt bei 28 € und Ihre Marge beträgt die Hälfte davon. Das ergibt 240 Bestellungen, 6.720 € Umsatz und 3.360 € Marge. Ein Provisionsmodell mit 10 % auf die Marge nimmt davon 336 €. Ein Festpreismodell mit € 9,99 im Monat nimmt in demselben Monat € 9,99. Eine Gebühr von 1 € pro Bestellung nimmt 240 €. Die Zahlen sind eine Annahme, kein Marktdurchschnitt — setzen Sie Ihre eigenen ein, das Verhältnis bleibt dasselbe.

Checkliste

Sieben Fragen, bevor Sie sich entscheiden

  1. 01Wird die Provision auf den Umsatz oder auf die Marge berechnet?
  2. 02Sind Zahlungsgebühren enthalten oder kommen sie obendrauf?
  3. 03Sind die genannten Preise netto oder brutto?
  4. 04Wie viel Speicher ist enthalten und was kostet jedes weitere Gigabyte?
  5. 05Gibt es eine Mindestlaufzeit und wie lang ist die Kündigungsfrist?
  6. 06Kostet der Auftritt unter eigener Domain extra?
  7. 07Wohin fließt das Geld der Eltern — auf mein Konto oder zuerst an den Anbieter?

Fragen und Antworten

Häufig gestellte Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen zu unserer Software.

Die Grundgebühren der Einsteigertarife im deutschsprachigen Markt liegen zwischen 0 € und rund 17 € im Monat, Spitzentarife bei etwa 100 €. Entscheidend ist aber die Summe aus Grundgebühr und variabler Gebühr: Wer bei 1.000 € Marge im Monat 12 % Provision zahlt, gibt 120 € ab — mehr als jede Grundgebühr im Markt.

Das hängt allein von Ihrer Marge ab. Teilen Sie die Monatsgebühr durch den Provisionssatz: Das Ergebnis ist die Marge, ab der das Festpreismodell günstiger wird. Bei einer Monatsgebühr von 10 € und 10 % Provision liegt dieser Punkt bei 100 € Marge im Monat — darunter ist das Provisionsmodell günstiger, darüber das Festpreismodell.

Beides kommt im Markt vor, und der Unterschied ist erheblich. Pictrs schreibt auf der eigenen Preisseite „Keine Gebühr auf den Umsatz, nur auf deine Marge"; Portrait-Service nennt seine Gebühr „Bearbeitungspauschale auf den Nettogewinn". Wo ein Anbieter die Bezugsgröße nicht ausweist, sollten Sie vor Vertragsschluss danach fragen.

Das ist von Anbieter zu Anbieter verschieden. Pictrs gibt an, die Kosten der Zahlungsanbieter zu übernehmen; fotograf.de weist auf der Preisseite zusätzlich „2,25 % Zahlungsgebühr" aus. Bei Modellen, in denen die Eltern direkt an Ihr eigenes Stripe- oder PayPal-Konto zahlen, rechnet der Zahlungsanbieter direkt mit Ihnen ab — dann gibt es keine zusätzliche Plattformgebühr, wohl aber die Gebühr des Zahlungsanbieters.

Fast alle Anbieter im deutschsprachigen Markt weisen ihre Preise ausdrücklich „zzgl. MwSt." aus. Achten Sie beim Vergleich darauf, nicht eine Nettoangabe gegen eine Bruttoangabe zu stellen.

Pixalo kostet ab € 9,99 pro Monat und behält 0 % Provision auf Ihre Verkäufe. Die Zahlungen der Eltern laufen über Ihr eigenes Stripe- oder PayPal-Konto. Die aktuellen Tarife stehen auf der Preisseite.

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* Es können reguläre Transaktionsgebühren der Zahlungsanbieter (Stripe/PayPal) anfallen.

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